Demo Aufnahme in Eigenregie - Mischen (Effekte)

Wer mal bei Google nach VST-Plugins gesucht hat wird überhäuft von Effekten und digitalen Bearbeitungstools, die einen schnell überfordern können. Hier muss eine gesunde Auswahl getroffen werden auf die ihr euch dann für die gesamte CD Produktion beschränkt. Wenn die Platte einen einheitlichen Klang haben soll, macht es keinen Sinn in jedem Song einen anderen Verzerrer oder anderen Reverb einzusetzen. Aber VST-Plugins beschränken sich nicht nur auf Effekte die den Klang einer Spur verändern, sondern umfassen auch das Gebiet der Analyse und Kompression.

Ohne näher auf Hall/Verzerrer/Phaser/Pitcher/Delays usw. einzugehen (sucht euch einfach welche, die ihr gut findet), möchte im Folgenden zwei nützliche Plugins vorstellen, die ihr ebenfalls mit ein wenig Recherche kostenlos im Internet bekommt.

Der Kompressor ist ein unerlässliches Werkzeug beim Mischen und Mastern. Grob zusammengefasst, biegt der Kompressor ab einem bestimmten Pegel (Threshold) die Klangwelle ab und zwingt sie wieder unter diesen Pegel. Das bewirkt, dass die Klangwelle komprimiert wird und damit in der Lautstärke wieder angehoben werden kann, ohne zu übersteuern. Im Endeffekt habt ihr dann ein Signal, das bei gleicher Lautstärke wie vorher wiedergegeben wird, aber dem Ohr viel lauter und näher erscheint („Lautheit“). Natürlich leidet unter der Kompression auch die Dynamik der Tonspur, weshalb die Bedienung eines Kompressors nur mit einem geschulten Ohr und einigem an Erfahrung möglich ist. Hierauf werde ich später noch genauer eingehen.

Der Limiter ist dazu da um Audiosignale in ihrem Pegel zu begrenzen. Im Digitalbereich betrachtet man 0 db als obere Grenze bevor ein Signal übersteuert. Der Limiter sorgt dafür, daß ein Audiosignal diese Grenze nicht überschreitet. Für gewöhnlich wird das Signal dann hart abgeschnitten. Es ist also sinnvoll den Song beim Mastern mit einem Limiter zu versehen und dann den Pegel soweit aufzudrehen, wie die durch den Limiter entstehenden Dynamik-Einbußen es zulassen. Eine genauere Erklärung zu der Maßeinheit Dezibel findet ihr unter anderem in diesem Artikel, aber ich werde ebenfalls später auch noch darauf eingehen.

Der Realtime-Analyzer ist ebenfalls ein unerlässliches Tool beim Mischen und mindestens so nützlich wie unbekannt. Es gibt sie als kostspielige 19 Zoll Racks, aber auch als VST-Plugins. Ein Realtime-Analyzer zeigt in Echtzeit an wie laut die Frequenzen des Songs wiedergegeben werden. Gerade aufgrund von Kompressoren und Lautheit kann man sich nicht immer auf die eigenen Ohren verlassen um festzustellen, mit welcher Lautstärke verschiedene Signale wiedergegeben werden. Der Analyzer schafft Abhilfe indem er es ganz einfach anzeigt. Leider stolpern viele (inklusive mir selbst) erst nach zahllosen Fehlversuchen über dieses nützliche Tool.