Demo Aufnahme in Eigenregie - Vorbereitung

Zu allererst müsst ihr euch einen klaren Überblick über euren Song verschaffen. Live geht es bekanntlich manchmal drunter und drüber: da wird hier die Pause einfach mal weggelassen, das Solo dort ein paar Takte verlängert und an einer anderen Stelle spielt der Bass ein paar Läufe mehr als gewöhnlich. Spielereien sind natürlich auch später bei der Aufnahme möglich, aber es ist wichtig zuerst ein Grundgerüst des Songs aufzunehmen, auf dem man dann aufbaut.

Der Click

ist im Grunde eine umgangssprachliche Bezeichnung für ein Metronom, also ein Gerät, das eine bestimmte Anzahl von Klicktönen pro Minute von sich gibt. Diese Beats per Minute (bpm) sind für gewöhnlich auch die Einheit mit der man das Tempo eines Songs beschreibt. In einem Song mit Tempo 120 könnte man dann genau 120 Schläge pro Minute unterbringen. Es ist wichtig das Tempo des Songs zu kennen. Am besten spielt ihr den Song vorher in einer Probe durch und findet mit einem Metronom die richtigen bpm heraus. Achtet dabei darauf die bpm ruhig etwas langsamer anzusetzen, als es euch live vertraut vorkommt. Die meisten Songs werden auf der Bühne oder im Proberaum schneller gespielt, als sie es auf der Aufnahme sind und es gibt keinen schlimmeren Dämpfer, als wenn man nach einer fertigen Aufnahmen und wochenlanger Arbeit plötzlich merkt, dass der Song viel zu schnell eingespielt wurde.

Der Drummer

sollte sich in seiner Vorbereitung hauptsächlich auf den Click beschränken. Es ist von enormer Wichtigkeit, dass er in der Lage ist, perfekt auf Click zu spielen. Andernfalls werden nicht nur die anderen Musiker später Probleme haben, ihre Spuren einzuspielen, sondern der Song wird auch sehr unprofessionell klingen. Seit also auch nachher bei der Aufnahme extrem penibel damit und lasst den Drummer jeden Part sofort neuspielen, wo ihm auch nur eine kleine Abweichung vom Click unterlaufen ist.

Die Instrumentalisten

müssen selbstverständlich auch üben auf Click zu spielen. In der Theorie klingt das sehr einfach, in der Praxis scheitern die besten Musiker daran. Später bei der Aufnahme hören die Instrumentalisten meist die Drum Spur auf einem Kopfhörer und können sich danach richten, aber auch hier muss absolut präzise im Timing gespielt werden.

Der Sänger

steht, ähnlich wie der Drummer, ebenfalls vor einer komplett neuen Situation. Mit Kopfhörer auf den Ohren auf einen instrumental bereits fertigen Song zu singen wird sehr ungewohnt sein und muss ebenfalls geübt werden. Im Studio herrscht keine Bühnenatmosphäre, die einen Sänger dazu bringt jeden Ton mit Leichtigkeit zu singen. Es ist also zu empfehlen, dass der Sänger vorher ein paar Stunden Gesangsunterricht nimmt und mit dem Lehrer genau den Song trainiert, der eingesungen werden soll. Viele Tonstudios bieten neben ihren Aufnahmetätigkeiten auch Unterricht an und empfehlen sich hier besonders, da dort die Studio-Atmosphäre direkt im Unterricht reproduziert werden kann.