SEO Teil 1 - Programmierung

Die gefürchtete Suchmaschinenoptimierung ist für viele ein großes Rätsel, aber es gibt zahlreiche Firmen, die exzellente Arbeit leisten auf diesem Gebiet. Trotzdem benötigen auch diese Firmen einige Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, bevor sie sich an die Arbeit machen können. Erledigt man das selbst, spart man viel Zeit und vieeeel Geld.

SEO beginnt schon bei der Programmierung

Wer seine Webseite für Suchmaschinen optimieren möchte, der muss einige Dinge beachten. Bevor man sich überhaupt Gedanken über Keywords und Tags macht, muss man sich die Programmierung seiner Webseite anschauen. Schließlich ist der Google-Bot, der im Endeffekt für die "Beurteilung" einer Seite sorgt, auch nur ein Haufen Programmcode, der nur klaren Anweisungen folgen kann. Ein Computer sieht keine Farbe Rot sondern nur den Hex-Code #FF0000, ein Computer sieht auch nicht, dass ein Menu auf der linken Seite steht, er sieht nur eine Positionsangabe des Block-Elements. Aber braucht er das überhaupt zu sehen? Schließlich geht es bei der SEO um den Inhalt.

Der erste wichtige Schritt ist es, die Webseite nach aktuellen Web-Standards zu programmieren, wie sie vom W3C definiert werden. Ohne zu sehr auf die Standards einzugehen, besagt der Hauptpunkt jedoch eine Trennung von Inhalt und Design. Alle inhaltlichen Dokumente werden in HTML Dateien lediglich als Hypertext markiert. Die Formatierungen, also wie groß eine Überschrift sein soll, wo diese steht, welche Farbe sie hat, usw. wird in einem seperaten Stylesheet mittels CSS festgelegt.

Für die SEO ist dies ein wichtiger Schritt, denn er garantiert eine saubere HTML Datei, die der Bot problemlos erfassen und beurteilen kann. Der sicherste Weg, diese Regeln einzuhalten ist, eine HTML Dateien valide zu programmieren und diese Validität regelmäßig zu prüfen.

Der Bot lässt sich nicht betrügen

Jedenfalls meistens nicht :) In den 90ern war es Mode, in die Fußzeile von Webseiten eine riesige Menge an Keywords zu packen, denen man dann dieselbe Farbe wie dem Hintergrund gab. So konnte ein Besucher die Keywords nicht sehen, aber die Suchmaschinen erfassten die Keywords natürlich trotzdem.

Es gibt noch eine ganze Menge solcher Methoden, auf die ich gar nicht näher eingehen möchte, denn sowas ist heutzutage nicht mehr möglich und auch absolut nicht sinnvoll. Die Bots sind mittlerweile so ausgefeilt, dass sie solche "Betrugsversuche" zuverlässig erkennen und die Seite sogar dafür strafen. Bei Google gibt es z.B. einen sogenannten Supplemental Index, in denen man in solchen Fällen landen kann. Webseiten aus dem Supplemental Index werden nur noch angezeigt, wenn es keine Suchergebnisse aus dem Hauptindex gibt... und dass das nie der Fall ist, ist selbsterklärend. Die Seite verschwindet also sozusagen vom Angesicht des World Wide Webs.

Eine gute Seite hat es aber auch gar nicht nötig, Betrugsversuche zu unternehmen. Ist die Seite nach Web-Standards programmiert und sind die HTML Elemente sinnvoll markiert, ist die erste Voraussetzung geschaffen. Mehr zur Funktionsweise der Bots und wie man HTML "sinnvoll" markiert im nächsten Teil.